… Wiehnachtsziit

… Wiehnachtsziit

Min liäbävolle, barmhärzige Papi
Du weisch, we schwierig für mi und au vieli andri Mänschä d‘Wiehnachtsziit immer isch… All die ganze, teils unausgesprochene, Erwartige, s‘Bild vo erere perfekte Familie wo me ufrecht erhalte mues, s‘ganze smile und lüüge… nur em Friede z‘liäb… Bsoffni Brüedere nur damit sie da Familie“fest“ überstönd…

Min liäbävolle, barmhärzige Papi
Ich bitte dich:
– für alli Familie, Ehepaar und Gruppe, dass sie gnueg Geduld mitenand händ, echt sie chönnd und zämä en Wäg findet, dass es für alli einigermasse passt…
– für alli wo Wiehnachtä ällei fiire müend, dass sie viel erfüllig i erere schöne Wiehnachtsmesse findet und/oder vo öperem iglade wärded, demit sie nid elei fiire müend.
– für alli psychisch Chranke, dass sie au i dere „Friede-Freude-Eierkuchen“-Ziit nid untergönd und sich grad dänn bsunders vo ihrne Vertrauenspersone treit fühle dörfed.
– für alli körperlich Chrankä, dass sie vo ihrem Umfeld nid vergesse wärded oder au in Rueh gloh werded, wenns ihne grad nid um s‘fiire isch.
– für alli Priester, Diakone, Pastoralassistente/inne, dass sie näbäd em ganze fiire i de Chile – wo jo au ihri Arbet isch – au Ziit findet sälbär z‘fiire und sich beschänke z‘loh.
– Für alli wo über die Täg schaffe müend, dass sie trotzdem en Moment finde chönnd, wo si dini Menschwerdig fiire chönnd.

Bitte hilf du au mir, dass i gnueg Chraft ha z‘funktioniere, mini „Chlappe z‘bhalte“ und au möglichst viel Erwartige erfülle chann… Dankä, dass i mi wenigstens meistens i de verschiedene Messe sehr geborge fühle dörf! Mis einzigi chlini Liächt über die Ziit…

Amen

 


3 Kommentare

  1. Veröffentlich von Klemens am 18. Dezember 2018 um 15:27

    Liebe Petra,
    es wird Dich vielleicht überraschen, dass Deine Beiträge in dieser Gebetsgemeinschaft und auch Dein Weihnachtsgebet mir Kraft gegeben haben, meine eigenen Widerfahrnisse besser zu bewältigen. Nicht nur, weil Du es trotz allem schaffst, zu arbeiten UND zu studieren. Du sprichst Deine Probleme ganz offen an. Das konnte ich lange Zeit nicht. Weihnachten war früher auch für mich zwiespältig. Ich Ich erinnere mich noch gut an die alljährliche Routine: Am 25. hierhin, am 26. dorthin, wobei die Erwachsenen manchmal Spannungen in der Verwandtschaft oberflächlich übertünchten. Ich habe als Kind und Jugendlicher nie gewusst, was ich von dieser Art Fest halten sollte. Ungefähr 35 Jahre lang habe ich dann fern von Kirche und Glauben gelebt. Bei mir war der Samen nicht auf fruchtbaren Boden gefallen. Dank der göttlichen Gnade habe ich dann 2005 zurückgefunden und wurde wieder in die Kirche aufgenommen. Ist es eine Verirrung, wenn ich denke, dass das auch sein Gutes hatte? Vielleicht hat es dazu beigetragen, dass ich einen Glauben wiederentdeckt habe, den manche als kindlich belächeln – auch wenn dieser Glaube als Kind auf Sand gebaut war.
    Ich hatte Dir ja einmal geschrieben, dass ich jeden Tag für Dich bete. Das hat es gefügt, ein Gebet zu einem Heiligen zu entdecken, (https://www.heiligenlexikon.de/BiographienG/Gaudus_von_Evreux.html), das ich jetzt auch für mich selbst bete. Da ich nicht weiß, ob Du Französisch verstehst, hänge ich am Schluss eine Übersetzung an.
    Ich wünsche Dir und allen unseren Brüdern und Schwestern, für die die kommenden Tage nicht nur Freude bedeuten, von ganzem Herzen, dass Ihr ungeachtet aller irdischen Anfechtungen ein gnadenreiches Weihnachtsfest erlebt!

    Herr, unser Gott,
    Du bist unsere Kraft
    in der Schwäche und unser Trost in der Prüfung,
    Sei unsere Hoffnung, wenn wir krank sind
    und kommen, um vor der Statue Deines Dieners,
    des heiligen Gaudus, zu meditieren,
    dass sein Gebet uns von Dir
    die Heilung unserer Gebrechen erlange,
    die Befreiung von unseren Ängsten, die Freude am Leben
    und den inneren Frieden,
    auf dass wir mit erneuertem Glauben Dir danken
    und wachsen im Dienst an unseren Brüdern
    im Herzen Deiner Kirche.
    Darum bitten wir mit dem heiligen Gaudus
    durch Jesus Christus, unseren Herrn.

    Heiliger Gaudus, Du Bischof und Einsiedler,
    treuer Diener des Herrn,
    für den das Evangelium und die Eucharistie
    seine tägliche Nahrung waren,
    Du Freund der Armen und Kranken,
    Du Beschützer derer, die unruhig und nervös sind,
    sei mein Fürsprecher bei Jesus,
    dass ich die Gesundheit von Leib und Geist wiederfinde,
    den inneren Frieden und die Freude an diesem Leben
    in Treue zu meiner Taufe
    bis zu dem Tag, an dem Gott mich ruft,
    Er, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit,
    Amen

  2. Veröffentlich von Andrea am 23. Dezember 2018 um 15:42

    Lieber Klemens
    Herzlichen Dank für deinen Kommentar!
    Deine Kommentare berühren mich immer sehr, denn es ist für mich unglaublich, dass du JEDEN einzelnen Tag für mich betest. (Es gibt noch andere von denen ich weiss.) Ich sage immer, dass ich dieses riesige Geschenk nicht verdient haben kann… (Mein geistlicher Begleiter sagt immer das sei dumm.)
    Ich konnte lange nicht offen über meine Leiden sprechen… und ich kann es auch heute zu einem grossen Teil noch nicht. Doch hier kann ich meine Anliegen ziemlich anonym deponieren. Das hilft mir sehr!
    Lieber Gruss und ein frohes Weihnachtsfest!
    PS: Ich weiss nicht, ob du mein Mail, welches ich vor einiger Zeit geschrieben habe bekommen hast..

  3. Veröffentlich von Klemens am 25. Dezember 2018 um 09:20

    Liebe Andrea.
    ich finde es auch dumm, dass Du meinst, Du hättest es nicht verdient, dass andere für Dich beten. Aber ich mache auch oft dumme Sachen. Unser Vater im Himmel hat Dich genauso gewollt wie er mich gewollt hat. Mich hat Er so reich beschenkt, dass ich es nur recht und billig finde, Ihm auch dadurch zu danken, dass ich Schwestern und Brüdern im Glauben beistehe, die Beistand brauchen. Die Kranken besuchen ist schließlich ein Werk der Barmherzigkeit, und warum sollen Besuche nicht auch virtuell wie hier stattfinden?
    Ich wünsche auch Dir gesegnete und gnadenreiche Weihnachtstage!
    P.S.: Deine Mailhabe ich gerade entdeckt. Antwort folgt!

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